
Der authentische Nebenbahnzug
Regionalverkehr anno 1950 – Reisen in der Holzklasse
Ursprünglich verkehrten im Hochschwarzwald Fahrzeuge, die speziell für die Steilstrecke der Höllentalbahn beschafft worden waren. Mit Inbetriebnahme der hinteren Höllentalbahn und später der Dreiseenbahn kamen auch Wagen des regulären Betriebsbestandes in den Hochschwarzwald. Zunächst waren dies vorwiegend zweiachsige Wagen badischer Bauart.
Ab 1933 beschaffte die Deutsche Reichsbahn die sogenannten „Einheitswagen für Nebenbahnen in geschweißter Bauart“, die wegen ihres deutlich geringeren Gewichts bald auf die steile Höllentalbahn und damit auch in den Hochschwarzwald kamen. Daneben kamen aber auch alle Bauarten der sogenannten Einheitsdurchgangswagen mit offenen Plattformen zum Einsatz. Gemeinsame Besonderheit der Wagen war die elektrische Zugheizung für den Einsatz mit den Lokomotiven des elektrischen Versuchsbetriebes ab 1936. Personenzüge zwischen Freiburg, Neustadt und Seebrugg bestanden bis 1963 fast ausschließlich aus zweiachsigen Fahrzeugen.


Für den authentischen Nebenbahnzug haben wir von jeder Gattung, die auf der Höllental- und Dreiseenbahn typisch waren, einen Vertreter in der Sammlung. Die meisten Wagen davon sind einsatzfähig und werden dem interessierten Besucher in verschiedenen Betriebszuständen von 1945 bis 1963 präsentiert.
Bespannt wurden die Züge in dieser Zeit mit Dampflokomotiven der Baureihe 85 und elektrischen Lokomotiven der Baureihe E244, ab Mai 1960 mit den Baureihen E40 und E44 mit elektrischer Widerstandsbremse.

